Brasilien - Bitte ein Beach!

BrasilienBikini-Schönheiten, blauer Himmel und Sandstrand, so weit das Auge schauen kann- das verbinden viele Reisende in ihren Reiseberichten mit Brasilien. Zu Recht, denn das Land wartet mit zahllosen Traumstränden auf. Das Schöne: Nur selten sind sie bis auf das letzte Badelaken gefüllt wie etwa die Stadtstrand-Klassiker Copacabana und Ipanema in Rio de Janeiro. Vor allem in Brasiliens Süden und im Nordosten gibt es einige Strände, die noch fast unberührte Natur bieten. Florianopolis im Bundesstaat Santa Catarina hat mehr als vierzig Strände, die alle wunderschön und natürlich und somit eine echte Sehenswürdigkeit sind. Besonders schön ist es auch in Balneario Camboriu, nur leider ist der Auslandstourismus dort noch nicht so weit vorangeschritten. Ebenfalls in Deutschland kaum bekannt: die Inselgruppe Fernando de Noronha, die ihre Lage rund 350 Kilometer vor dem Bundesstaat Pernambuco im Atlantik hat. Der gesamte Archipel ist ein Naturschutzgebiet und zählt seit 2001 zum Unesco-Weltnaturerbe. Flüge nach Fernando de Noronha gibt es von Natal und Recife. Weitere brasilianische Strandperlen finden Reisende mit der autofreien Insel Ilha Grande, Angra dos Reis bei Rio und Marau im Nordosten. Wobei Massentourismus dort absolut kein Thema ist.

Mehr Urlauber

Der größte Teil der Badeurlauber reist nach wie vor in den Nordosten des Landes und an die Strände von Salvador da Bahia und Recife. Die meisten Resorts gibt es in Praia do Forte, Costa do Sauipe und Porto de Galinhas. Die Nachfrage nach diesen Regionen ist ungebrochen. Argentinien steht mit über 920.000 Besuchern an erster Stelle, aber Deutschland folgt immerhin schon auf Platz sechs: Im vergangenen Jahr kamen fast 258.000 Gäste. Spitzenreiter aus Europa ist Portugal mit rund 280.000 Reisenden. Insgesamt entwickelt sich der brasilianische Tourismus positiv. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres kamen schon 2,6 Prozent mehr Urlauber aus der ganzen Welt als im gesamten Jahr 2007.

Vielfältige Natur

Ein Trend, den die deutschen Veranstalter bestätigen, denn das touristische Potenzial des Landes ist noch nicht annähernd ausgeschöpft. Sie sind mit der aktuellen Buchungslage sehr zufrieden. Hauptreisemotive der Brasilien-Reisenden sind neben der langen Küste mit den Traumstränden vor allem die artenreiche Natur und die Iguacu-Wasserfälle. Diese Vielfalt und die Freundlichkeit der Bevölkerung faszinieren die Leute einfach.

Diese Ecken gilt es zu entdecken

Fernando de Noronha

Der Archipel besteht aus 21 Inseln. Die größte und einzig bewohnte ist die zehn Kilometer lange Fernando de Noronha. Flüge gibt es ab Natal und Recife. Die Inselgruppe ist eine von Brasiliens Top-Ökozielen und gehört seit 2001 zum Unesco-Weltnaturerbe. Die Umwelt an Land und auch die Unterwasserwelt sind noch intakt und ein Paradies für Reisende, die gerne tauchen. Zu verdanken ist das alles dem nationalen Meerespark der Insel und zahlreichen Naturschutzprojekten. Aus diesem Grund dürfen täglich höchstens 200 Gäste auf die Insel geflogen werden, und die müssen außerdem eine Besuchersteuer zahlen. Ein Erfolg der strengen Regeln: Im offiziellen brasilianischen Strandführer sind nur fünf Strände mit fünf Sternen ausgezeichnet worden - und drei davon haben ihre Lage auf Fernando de Noronha.

Marau

In der Nähe der Stadt Ilheus ragt die Halbinsel Marau in den Atlantik. Ein Aufenthalt dort lohnt sich nicht nur wegen der vielen schönen Strände. Auf Marau gibt es auch einen tropischen Küstenregenwald, die Mata Atlantica. Einen Panoramablick über die komplette Insel kann man von der Anhöhe Morro de Bela Vista aus genießen. Bei einer Rundreise nicht außen vor zu lassen: Die Strände Taipus de Fora mit einem natürlichen Korallenbecken, Praia do Cassenge sowie die Süßwasserlagune Lagoa do Cassenge.

Angra dos Reis

Rund 350 Inseln liegen vor der Stadt, die übersetzt Bucht der Könige heißt. Durch die Stadt selbst kann man prima bummeln, ihre Strände sollte man allerdings nicht besuchen. Interessant ist auch eine Reise auf eine oder mehrere der vorgelagerten Inseln. Wer als Brasilianer etwas auf sich hält und über das nötige Kleingeld verfügt, besitzt solch ein Eiland. Neben den spektakulären Stränden dieser Inseln ist der tropische Regenwald eine Attraktion - das ideale Ziel für einen Tagesausflug der Rundreise.

Ilha Grande

Highlight auf der Insel vor der Küste Rio de Janeiros ist die Praia Lopes Mendes. Das ist einer von insgesamt 106 Stränden und für viele Einheimische der schönste Beach ganz Brasiliens. Vor allem Surfer kommen hier auf ihre Kosten. Fast genauso schön ist die Praia de Parnaioca, die über den Wanderweg Dois Rios zu erreichen ist. Was die Ilha Grande von anderen Inseln unterscheidet: Man muss sich fast alles erlaufen oder mit dem Boot ansteuern. Außer den Feuerwehr-, Polizei- und Müllwagen gibt es hier keine Autos. Ihren relativ unberührten Zustand verdankt die Insel übrigens ihrer recht schillernden Vergangenheit. Ilha Grande war zunächst ein Piratennest, dann eine Kolonie für Leprakranke und später wurde dort ein Gefängnis für die gefährlichsten Verbrecher Brasiliens gebaut. Mittlerweile hat sich die Ilha Grande bei den Reisenden zum beliebten Urlaubsziel gewandelt. Seit einiger Zeit werden zusätzliche landestypische Pousadas gebaut, um mehr Gästebetten für Urlauber zu schaffen. Die Anreise erfolgt mit den Fähren der Reederei Barcas SA über Angra dos Reis oder Mangaratiba.

Florianopolis

Die Hauptstadt des Bundesstaats Santa Catarina ist zweigeteilt. Sie liegt je zur Hälfte auf dem Festland und der vorgelagerten Insel Ilha de Santa Catarina. Dadurch gibt es besonders viele Strände, genauer: mehr als 40. Bei Reisenden, die gerne surfen ist der weltbekannte Beach Joaquina im Inselsüden am beliebtesten. Dort ist die Landschaft noch ursprünglicher als im Norden, wo der Tourismus längst Einzug gehalten hat. Vor allem Urlauber aus Argentinien schätzen die Region. Erste Klasse für Ruhesuchende: die Praia dos Ingleses im Nordwesten.

Hier sonnen sich Reisende gern

Costa do Sauipe

Diese Region ist vor allem Pauschalurlaubern bekannt. Die Costa do Sauipe ist eins der am besten ausgestatteten Ferienzentren Brasiliens. Hier gibt es viele internationale Hotelketten, und die touristische Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut. Sportfans kommen genauso auf ihre Kosten wie Golfer, Sonnenanbeter oder Taucher. Wer den Strand doch mal verlassen möchte, sollte sich einen Ausflug nach Salvador da Bahia nicht entgehen lassen. Sie liegt etwa 100 Kilometer entfernt. In der Hauptstadt des Bundesstaats Bahia spürt man die afrikanischen Wurzeln vieler Bewohner, gleichzeitig bietet sie einen einmaligen Einblick in die brasilianische Kultur.

Praia do Forte

Zwölf Kilometer ist der bei ausländischen und brasilianischen Reisenden gleichermaßen beliebte Strand lang. Hier haben sich viele internationale Hotelketten niedergelassen und wahre Luxusanlagen in direkter Nähe zum Strand gebaut. Praia do Forte bietet erstklassige Wassersport- und Tauchmöglichkeiten- und auch eine ganz besondere Sehenswürdigkeit für Tierfreunde. Denn am Strand liegt neben Kirche und Leuchtturm das Tamar- Projekt, eine Aufzucht- und Schutzstation für Meeresschildkröten und andere Wasserbewohner. In der Brutzeit von September bis März kann man die Eigelege besichtigen. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr.

Copacabana

Rios bekanntester Stadtstrand verläuft in einer Kurve über 4,5 Kilometer. In den 1950er und 1960er Jahren trafen sich hier die Reichen und Schönen der Bevölkerung, spielten die brasilianischen Musiker den Bossa Nova. Das ganze Jahr über tobt an der Copacabana das Leben, aber am meisten los ist an Silvester. In der hochsommerlichen Nacht treffen sich bis zu zwei Millionen Menschen an dem Strandabschnitt - und alle sind in weiß gekleidet. Über dem Meer wird dann ein großes Feuerwerk gezündet. Anschließend feiern die Cariocas, die Einwohner Rios, gemeinsam mit allen Besuchern ein großes Fest. An gewöhnlichen Abenden sollte man den Strand allerdings meiden, da gelegentlich von Überfällen berichtet wird.

Praia do Ipanema

Der zweite weltberühmte Strand der Cidade Maravilhosa, der wunderschönen Stadt, wie Rio auch genannt wird, ist rund um die Uhr gut besucht. Sand und Wasser am Praia do Ipanema sind sauberer als an der Copacabana. Kein Wunder, dass der Stadtteil zumindest bei den Grundstückspreisen als der teuerste von ganz Brasilen gilt. Wer während der Reise Ausflüge machen will, etwa auf den Berg Corcovado mit der Christus-Statue, den markanten Zuckerhut oder in den Stadtregenwald Floresta de Tijuca, hat mit Ipanema einen guten Ausgangspunkt gewählt.

Buzios

Bis Anfang der 1960er Jahre war Buzios noch ein einfaches Fischerdorf. Bald darauf entdeckte die Schauspielerin Brigitte Bardot mit ihrem damaligen brasilianischen Freund den Ort - und im Nu wimmelte es nur so von High Society. Heute ist Buzios einer der lebendigsten Ferienorte Brasiliens - und trotzdem noch genauso reizvoll wie früher. Erste Klasse für Surfer sind die Strände Geriba und Ferradurinha. Reisende können ihre Taucherbrille am Strand Joao Fernandinho und am Strand joao Fernandes rausholen. Besonders ruhig ist es an der Praia da Tartaruga

 

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