In Schottland gehen die Uhren anders

SchottlandEiniges ist anders in dieser nördlichen Region Großbritanniens, und noch heute fragt sich mancher schottische Zeitgenosse, ob die Vereinigung der englischen und schottischen Krone und der Parlamente im Jahr 1707 eine weise Maßnahme war.
Schottland hat seine eigene Gesetzgebung, sein eigenes Erziehungssystem, eine spezifische Geldwirtschaft und eigene Kirchengesetze beibehalten. Es gibt keine eigentliche Landesgrenze im "United Kingdom", aber der durch England gen Norden fahrende Besucher wird schottische Eigenarten spätestens dann leibhaftig erfahren, wenn der den eigenwilligen Akzent der schottischen Sprache, des Gälischen, hört, seine erste schottische Banknote ins Portemonaie steckt oder den ersten pfeifeschmauchenden Kiltträger sieht. Der Charakter der schottischen Bevölkerung ist historisch gewachsen und eigenwillig - und genau darauf sind die Schotten stolz!

Auch landschaftlich sondert sich Schottland vom übrigen "United Kingdom" ab: während die Lowlands noch eher dem Charakter typisch britischer Landschaft ähneln, sind die Highlands mit den Bergzügen, einer dem rauhen Klima ausgesetzten Vegetation und der wilden, zerklüfteten Küste unverwechselbar schottisch.
Einen besonderen, unverwechselbaren Charme haben auch die schottischen Inseln. Überall im Land findet man Zeugen einer lebendigen Vergangenheit: prähistorische Stätten, mittelalterliche Klöster, die oft zu romantisch anmutenden Ruinen zerfallen sind, verwunschene Schlösser und wirklich herrliche Herrenhäuser, deren Inneres luxurios ausgestattet ist und die meist von prächtigen Paarkanlagen mit uralten Baumbeständen umgeben sind.

Neben allen historischen Sehenswürdigkeiten kommt aber auch der Sport- und Naturliebhaber auf seine Kosten: Golf, Fischen, Wassersport, Reiten, Wandern, Klettern oder Skilaufen gehören zu den Sportarten, die die Schotten nicht nur für die Besucher bereithalten.

Und noch ein Wort zum Wetter. Schon in England soll es ja schlimm sein, da kann es in Schottland nur noch schlimmer sein. Sicher beeinflußt die Insellage im unberechenbaren Atlantik das Wetter ganz Großbritanniens in besonderem Maß.
Aber auch in England scheint die Sonne durchaus häufiger als man kontinentalwerweise vermutet. Und gleiches gilt für Schottland, wo es sicher heftige Regenschauer geben kann, wo die kräftige Meeresbrise die Wolken aber ebenso schnell wieder vertreiben kann.

 

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